Regeln

Auf der Grundlage des Artikels 9 des Glücksspielgesetzes (veröffentlicht im kroatischen Amtsblatt "Narodne novine" Nr. 87, 09) und des Artikels 17 des Begleitgesetzes über das Organisieren von Glücksspielen in Casinos über interaktive Verkaufskanäle von Online-Spielen (veröffentlicht im kroatischen Amtsblatt "Narodne novine" Nr. 78/10) hat der Vorstand der Gesellschaft Hrvatska Lutrija d.o.o., Zagreb, Ulica grada Vukovara 72, am 7.8.2017 folgende Regeln beschlossen:

SPIELREGELN FÜR DAS GLÜCKSSPIEL POKER IM CASINO
ÜBER INTERAKTIVE VERKAUFSKANÄLE VON ONLINE-SPIELEN

I.   EINLEITUNG
 
Artikel 1
Diese Regeln regeln alle Voraussetzungen für die Teilnahme am Poker im Casino über interaktive Verkaufskanäle von Online-Spielen (im weiteren Textverlauf: Online-Poker).
Die Voraussetzungen für die Teilnahme am Online-Poker sind in den Allgemeinen Teilnahmeregeln für Spiele der Kroatischen Lotterie und den Allgemeinen Teilnahmeregeln für Glücksspiele an Spieltischen in Casinos über interaktive Verkaufskanäle von Online-Spielen angegeben.
 
Artikel 2
Die Kroatische Lotterie haftet mit ihren Mitteln für ihre Verbindlichkeiten gegenüber Teilnehmern (im weiteren Textverlauf: Spieler), wenn die in diesen Regeln angegebenen Voraussetzungen erfüllt sind.
Für die Auszahlung der Gewinne aus dem Online-Poker haftet die Republik Kroatien.
 
Artikel 3
Online-Poker ist ein Spiel, bei dem die Spieler an Spieltischen mit Karten gegeneinander spielen. Die Spieler können wählen zwischen Cash Games (Spiele für Bargeld) und verschiedenen Turnieren (mit festgelegtem Beginn ohne eine im Voraus festgelegte Anzahl an Spielern oder dem so genannten Sit&Go-Turnier, bei dem der Beginn des Spiels nicht festgelegt ist, jedoch im Voraus die Anzahl der Spieler festgelegt wird).
Cash Game - als Spieleinsatz (Buy-in) werden ausschließlich Chips verwendet, die gekauft werden können und als Jetons dienen. Wenn sich jemand einem Spiel anschließen will, muss er eine bestimmte Anzahl von Chips kaufen, die zuvor für diesen Tisch festgelegt wurde. In einer Wettrunde können nur die Chips eingesetzt werden, die sich vor dem Spieler auf dem Tisch befinden. Die Spieler können zwischen zwei Kartenausgaben zusätzliche Chips kaufen. Jeder Spieler, der beschließt, nicht mehr mitzuspielen, kann das Spiel jederzeit verlassen.
Turnier - als Spieleinsatz werden ausschließlich die Chips des Turniers verwendet. Vor Beginn der Partie muss jeder Spieler ein vorher festgesetztes Spielkapital (Buy-In) kaufen. Der Nennwert dieser Chips wird für jedes Turnier vom Veranstalter festgelegt. Je nach Turnierart können Spieler zusätzliche Chips kaufen (Rebuy, Add on).
 
Artikel 4
Die Zahlung für die Teilnahme am Online-Poker erfolgt übers Internet bzw. auf der Webseite des Veranstalters, auf welcher der Spieler auf der Internetplattform des jeweiligen Veranstalters selbständig spielen kann. Am Online-Poker kann man über die Webseite des Veranstalters teilnehmen. Jede Zahlung, die geleistet wurde, kann nicht rückgängig gemacht werden.   
 
BEDINGUNGEN FÜR DIE SPIELTEILNAHME

Artikel 5
Durch die Teilnahme am Online-Poker wird ein Vertrag geschlossen, der ausschließlich auf der Grundlage dieser Regeln geschlossen wird. Der Vertrag wird zwischen dem Veranstalter und dem Spieler geschlossen. Diese Regeln stimmen mit internationalen Regeln überein und gelten für alle Online-Pokerspiele.
Diese Regeln  werden gemeinsam mit den den Allgemeinen Regeln für die Teilnahme an Online-Spielen und den Allgemeinen Regeln für Glücksspiele im Online-Casino über interaktive Verkaufskanäle von Online-Spielen angewandt.
Durch die Auswahl der Spieloption und die Bestätigung der Einzahlung des Betrags zur Teilnahme am Spiel auf der Webseite des Veranstalters bestätigt der Spieler auch, dass er die Spielregeln und -details vollständig kennt.
Diese Regeln sind für die Vertragsparteien verbindlich.
Personen unter 18 Jahren dürfen nicht am Spiel teilnehmen.
 
Artikel 6
Der Spieler kann ein echtes Spiel oder eine Probespiel bzw. ein Demo auswählen. Im echten Spiel kann der Spieler einen Gewinn erzielen, im Probespiel nicht. Das Probespiel gilt nicht als Teilnahme am Online-Poker.
Für jedes Spiel werden Informationen wie die Beschreibung des Spiels, die Spielanleitung und andere mit dem Spiel zusammenhängende Details zur Verfügung gestellt.
 
SPIELEINSATZ

Artikel 7
Den Einsatz (Buy-in) für die Teilnahme am Online-Poker sowie obligatorische (Start-) Einsätze werden vom Veranstalter festgesetzt.
Buy-in: Die Online-Pokerspiele werden mit Geld gespielt, das in Form von Chips auf dem Tisch liegt. Das heißt, dass nur mit den Chips gespielt wird, die der Spieler vor sich auf dem Tisch liegen hat. Der Spieler muss vor seinem ersten Spiel ein Mindest-Spielkapital (‘’eng. Minimum-Buy-In’’) auf den Tisch legen. Auf Tischen ohne Limit und mit Pot Limit wird auch ein Höchsteinsatz festgelegt (engl. Max-Buy-in)
 
Beispiel verschiedener Spieleinsätze (Buy-ins) für eine Teilnahme am Spiel und die zugehörigen obligatorischen (Start-)Einsätze beim Cash Game:


lauf. Nr.

OBLIGATORISCHE GRUNDEINSÄTZE (kn)                                     SMALL BLIND/BIG BLIND

MAX-BUY-IN (kn)

MAX-BUY-IN (kn)

1.

0,10/0,20

5

20

2.

0,15.

7,50

30

3.

0,20/0,40

10

40

4.

0,25/0,50

12,50

50

5.

0,5/1

25

100

6.

0,75/1,5

37,50

150

7.

1/2

50

200

8.

2/4

100

400

9.

3/6

150

600

10.

5/10

250

1.000

11.

7,5/15

375

1.500

12.

10/20

500

2.000

13.

25/50

1.250

5.000

14.

50/100

2.500

10.000

 
 
Neue Spieler: Neu Spieler müssen auf den Big Blind warten, um ins Spiel einzusteigen. Sie können aber auch von jeder anderen Position aus einsteigen, müssen dann aber den Betrag des Big Blinds setzen.
Verpasste Blinds: Spieler, die einen Big Blind verpasst haben, müssen auf den nächsten Big Blind warten oder direkt einzusteigen, wobei sie im letzteren Fall sofort den Betrag, der dem Betrag des Big Blinds im Pot entspricht, setzen müssen.
All-in: Ein Spieler ist All-in, wenn er alle Chips gesetzt hat; er bleibt bis zur nächsten Kartenausgabe im Spiel. Der Spieler kann von jedem anderen Spieler nur so viel Chips gewinnen, wie er selbst in den Pot gesetzt hat. Haben die restlichen Spieler einen höheren Einsatz geleistet, wird ein Side-Pot angelegt. Dementsprechend können mehrere Side-Pots errichtet werden, wenn mehrere Spieler alle Chips, die sie zur Verfügung hatten, gesetzt haben.
Limits (begrenzte Einsätze): In allen Spielen müssen die Einsätze mindestens den vorher eingsetzten Chipwerten (die eingesetzt oder mit denen das Spiel verlassen wurde) entsprechen, es sei denn, der Spieler hat schon alle Chips gesetzt.
FixedLimit: Beim Onlin-Poker mit Fixed Limits sind die Beträge für Blinds oder Einsätze an jedem Tisch im Voraus festgelegt.
Der Einsatz in den ersten zwei Wettrunden entspricht dem Betrag eines Big Blinds (z.B. bei einem Limit von 5/10 kn beträgt der Einsatz 10 kn). Der niedrigere Betrag wird in den ersten zwei Wettrunden, der höhere in den nächsten zwei Wettrnden gesetzt, aber in einer Höhe, die zwei Big Blinds entspricht.
In jeder Wettrunde sind maximal vier Einsätze möglich (Starteinsatz + drei erhöhte Einsätze).
Pot Limit: Beim Online-Poker mit Pot Limit können die Spieler jederzeit eine beliebige Summe setzen, jedoch höchstens so viel,  wie sich im Pot befindet.
Der Mindesteinsatz entspricht dem Betrag des Big Blinds.
Gewinn einer Runde (Pot):- Entspricht dem Gesamtbetrag, der von den Spieler in einer Runde gesetzt wurde (eng. “Pot”).
Der Pot fällt schließlich dem Spieler mit der besten Kartenkombination (mit der stärksten Hand) zu, abzüglich des so genannten Rakes.
Rake (Provision): Eine Gebühr, die dem Veranstalter zusteht und die aus dem Pot, in dem sich die Einsätze der aktiven Spieler befinden, genommen wird.
Ein Rake wird nur solchen Pots entnommen, in denen Flops ausgeteilt wurden.
Als aktive Spieler gelten alle Spieler, an die Karten ausgeteilt wurden.
Jeder Spieler  beteiligt sich am Rake proportional zu seinem Einsatz im Pot.
Die Höhe des Rakes entspricht einem Prozentsatz, den der Veranstalter festlegt.
Rake (Provision) auf Poker-Turnieren (auf Turnieren und Sit&Go-Turnieren): Gebühr, die dem Veranstalter zusteht. Sie wird auf die Teilnahmegebühr (Buy-In) verrechnet, außer bei Turnieren, die für die Spieler kostenlos sind (Freerolls). Dem Veranstalter bleibt das Recht vorbehalten, die Höhe der Gebühr zu ändern oder darauf zu verzichten. Auf Poker-Turnieren kann der Veranstalter auch bei jedem weiteren Kauf von Chips (Rebuy, Add On) einen Rake anrechnen. Dem Veranstalter bleibt das Recht vorbehalten, Gebühren für den zusätzlichen Kauf von Chips (Rebuy, Add On) einzuführen oder darauf zu verzichten.
Ein Rake auf Poker-Turnieren wird zum Einzahlungsbetrag für die Teilnahme am Turnier dazu addiert (z. B. 20kn + 2kn heißt, dass eine Einzahlung von 20 kn um 2 kn erhöht wird, die dem Veranstalter zustehen). Die genannte Regel kommt auch bei der Anmeldung für Sit&Go-Turniere zur Anwendung.  
  
II.   BESCHREIBUNG VON ONLINE-POKERSPIELEN
 
Artikel 8
A)    TEXAS HOLD'EM POKER
Ziel des Spiels: Das Ziel des Spiels besteht darin, die stärkste Kartenkombination mit fünf von insgesamt sieben Karten zu bilden (fünf Gemeinschaftskarten und zwei eigene Karten des Spielers).
Anzahl der Spieler:  Die Anzahl der Spieler, die an einem Tisch spielen können, ist festgelegt und hängt von den Regeln des jeweiligen Tisches ab. Jedoch müssen mindestens zwei Spieler vorhanden sein.
Kartengeber (Dealer): Die Position des Dealers wird besonders gekennzeichnet ("Dealer Button").
 
SPIELABLAUF

Jedes Spiel besteht aus maximal vier Wettrunden.
Erste Runde: Die ersten zwei obligatorischen (Start-) Einsätze müssen von zwei Spielern gebracht werden, dem Small und dem Big Blind. Diese Einsätze müssen vor der Kartenausgabe in den Pot gesetzt werden. Die Runde beginnt der Spieler links vom Dealer. Er setzt den Small Blind. Der links von diesem Spieler Sitzende setzt den Big Blind. Alle Blinds sind "live“. Wer einen Blind setzt, muss nur die Differenz zwischen dem Blind und dem aktuellen Einsatz setzen, falls eine besteht. Spieler auf der Position von Blinds können aussteigen, checken oder ihren Einsatz erhöhen.
Danach erhält jeder Spieler zwei verdeckte Karten, die nur er sich ansehen kann. Das sind so genannte  "Hole Cards".
Der Spieler links vom Big Blind spielt als Erster. Anschließend müssen sich die restlichen Spieler entscheiden, ob sie:
• mitgehen und einen Betrag in Höhe des Betrags, den der Big Blind gesetzt hat, setzen (call),
• ihren Einsatz erhöhen (raise),
• aus dem Spiel aussteigen (fold).
Zweite Runde: Zu Beginn der zweiten Runde werden drei offene Karten ausgeteilt bzw. auf den Tisch gelegt. Diese drei Gemeinschaftskarten werden auch „Flop“ genannt. Die Spieler können diese Karten mit den eigenen kombinieren. Der aktive Spieler links vom Dealer eröffnet diese Runde. Die Spieler müssen sich über den weiteren Spielverlauf entscheiden:
·         der Spieler kann ohne Einsatz im Spiel bleiben (check), falls in dieser Runde von keinem Spieler ein Einsatz geleistet wird
·         wenn ein Spieler einen Eröffnungseinsatz leistet (Bet), müssen die restlichen Spieler sich entscheiden, ob sie im Spiel bleiben wollen. Dann müssen sie aber denselben Betrag (Call) oder einen höheren Betrag (Raise) einsetzen
Dritte Runde: Zu Beginn der dritten Runde wird die vierte Gemeinschaftskarte ausgeteilt bzw. auf den Tisch gelegt. Diese Karte wird auch "Turn" oder "Fourth Street" genannt. Die Spieler können nun die vierte Gemeinschaftskarte mit den eigenen Karten kombinieren. Zuerst ist der aktive Spieler links vom Dealer an der Reihe. Dann müssen sich alle Spieler für eine Option entscheiden, wie in der vorangegangenen Runde.
Vierte Runde: Zu Beginn der vierten Runde wird die fünfte Gemeinschaftskarte ausgeteilt bzw. auf den Tisch gelegt. Diese Karte wird auch "River" oder "Fifth Street" genannt. Die Spieler können nun alle fünf Gemeinschaftskarten mit den eigenen Karten kombinieren. Zuerst ist der aktive Spieler links vom Dealer an der Reihe. Dann müssen sich alle Spieler für eine Option entscheiden, wie in der vorangegangenen Runde. 
 
B)     OMAHA POKER
Ziel des Spiels: Das Ziel des Spiels besteht darin, die stärkste Kartenkombination mit fünf von insgesamt neun Karten zu bilden (fünf Gemeinschaftskarten und vier eigene Karten des Spielers).
Anzahl der Spieler:  Die Anzahl der Spieler, die an einem Tisch spielen können, ist festgelegt und hängt von den Regeln des jeweiligen Tisches ab. Jedoch müssen mindestens zwei Spieler vorhanden sein.
Kartengeber (Dealer): Die Position des Dealers wird besonders gekennzeichnet ("Dealer Button").
SPIELABLAUF
Jedes Spiel besteht aus maximal vier Wettrunden.
Erste Runde: Die ersten zwei obligatorischen (Start-) Einsätze müssen von zwei Spielern gebracht werden, dem Small und dem Big Blind. Diese Einsätze müssen vor der Kartenausgabe in den Pot gesetzt werden. Die Runde beginnt der Spieler links vom Dealer. Er setzt den Small Blind. Der links von diesem Spieler Sitzende setzt den Big Blind. Alle Blinds sind "live“. Wer einen Blind setzt, muss nur die Differenz zwischen dem Blind und dem aktuellen Einsatz setzen, falls eine besteht. Spieler auf der Position von Blinds können aussteigen, checken oder ihren Einsatz erhöhen.
Danach erhält jeder Spieler vier verdeckte Karten, die nur er sich ansehen kann. Das sind so genannte  "Hole Cards".
Der Spieler links vom Big Blind spielt als Erster. Anschließend müssen sich die restlichen Spieler entscheiden, ob sie:
• mitgehen und einen Betrag in Höhe des Betrags, den der Big Blind gesetzt hat, setzen (call),
• ihren Einsatz erhöhen (raise),
• aus dem Spiel aussteigen (fold).
Zweite Runde: Zu Beginn der zweiten Runde werden drei offene Karten ausgeteilt bzw. auf den Tisch gelegt. Diese drei Gemeinschaftskarten werden auch „Flop“ genannt. Die Spieler können diese Karten mit den eigenen kombinieren. Der aktive Spieler links vom Dealer eröffnet diese Runde. Die Spieler müssen sich über den weiteren Spielverlauf entscheiden:
·         der Spieler kann ohne Einsatz im Spiel bleiben (check), falls in dieser Runde von keinem Spieler ein Einsatz geleistet wird
·         wenn ein Spieler einen Eröffnungseinsatz leistet (Bet), müssen die restlichen Spieler sich entscheiden, ob sie im Spiel bleiben wollen. Dann müssen sie aber denselben Betrag (Call) oder einen höheren Betrag (Raise) einsetzen
Dritte Runde: Zu Beginn der dritten Runde wird die vierte Gemeinschaftskarte ausgeteilt bzw. auf den Tisch gelegt. Diese Karte wird auch "Turn" oder "Fourth Street" genannt. Die Spieler können nun die vierte Gemeinschaftskarte mit den eigenen Karten kombinieren. Zuerst ist der aktive Spieler links vom Dealer an der Reihe. Dann müssen sich alle Spieler für eine Option entscheiden, wie in der vorangegangenen Runde.
Vierte Runde: Zu Beginn der dritten Runde wird die fünfte Gemeinschaftskarte ausgeteilt bzw. auf den Tisch gelegt. Diese Karte wird auch "River" oder "Fifth Street" genannt. Die Spieler können nun alle fünf Gemeinschaftskarten mit den eigenen Karten kombinieren. Zuerst ist der aktive Spieler links vom Dealer an der Reihe. Dann müssen sich alle Spieler für eine Option entscheiden, wie in der vorangegangenen Runde.
 
C)    OMAHA HI-LO POKER
Ziel des Spiels: Das Ziel des Spiels besteht darin, die stärkste und/oder schwächste Kartenkombination mit fünf von insgesamt neun Karten zu bilden (fünf Gemeinschaftskarten und vier eigene Karten des Spielers).
Anzahl der Spieler:  Die Anzahl der Spieler, die an einem Tisch spielen können, ist festgelegt und hängt von den Regeln des jeweiligen Tisches ab. Jedoch müssen mindestens zwei Spieler vorhanden sein.
Kartengeber (Dealer): Die Position des Dealers wird besonders gekennzeichnet ("Dealer Button"). 
 
SPIELABLAUF

Jedes Spiel besteht aus maximal vier Runden.
Erste Runde: Die ersten zwei obligatorischen (Start-) Einsätze müssen von zwei Spielern gebracht werden, dem Small und dem Big Blind. Diese Einsätze müssen vor der Kartenausgabe in den Pot gesetzt werden. Die Runde beginnt der Spieler links des Dealers. Er setzt den Small Blind. Der links von diesem Spieler Sitzende setzt den Big Blind. Alle Blinds sind "live“. Wer einen Blind setzt, muss nur die Differenz zwischen dem Blind und dem aktuellen Einsatz setzen, falls eine besteht. Spieler auf der Position von Blinds können aussteigen, checken oder ihren Einsatz erhöhen.
Danach erhält jeder Spieler vier verdeckte Karten, die nur er sich ansehen kann. Das sind so genannte  "Hole Cards".
Der Spieler links vom Big Blind spielt als Erster. Anschließend müssen sich die restlichen Spieler entscheiden, ob sie:
• mitgehen und einen Betrag in Höhe des Betrags, den der Big Blind gesetzt hat, setzen (call),
• ihren Einsatz erhöhen (raise),
• aus dem Spiel aussteigen (fold).
Zweite Runde: Zu Beginn der zweiten Runde werden drei offene Karten ausgeteilt bzw. auf den Tisch gelegt. Diese drei Gemeinschaftskarten werden auch „Flop“ genannt. Die Spieler können diese Karten mit den eigenen kombinieren. Der aktive Spieler links vom Dealer eröffnet diese Runde. Die Spieler müssen sich über den weiteren Spielverlauf entscheiden:
·         der Spieler kann ohne Einsatz im Spiel bleiben (check), falls in dieser Runde von keinem Spieler ein Einsatz geleistet wird
·         wenn ein Spieler einen Eröffnungseinsatz leistet (Bet), müssen die restlichen Spieler sich entscheiden, ob sie im Spiel bleiben wollen. Dann müssen sie aber denselben Betrag (Call) oder einen höheren Betrag (Raise) einsetzen
Dritte Runde: Zu Beginn der dritten Runde wird die vierte Gemeinschaftskarte ausgeteilt bzw. auf den Tisch gelegt. Diese Karte wird auch "Turn" oder "Fourth Street" genannt. Die Spieler können nun die vierte Gemeinschaftskarte mit den eigenen Karten kombinieren. Zuerst ist der aktive Spieler links vom Dealer an der Reihe. Dann müssen sich alle Spieler für eine Option entscheiden, wie in der vorangegangenen Runde.
Vierte Runde: Zu Beginn der dritten Runde wird die fünfte Gemeinschaftskarte ausgeteilt bzw. auf den Tisch gelegt. Diese Karte wird auch "River" oder "Fifth Street" genannt. Die Spieler können nun alle fünf Gemeinschaftskarten mit den eigenen Karten kombinieren. Zuerst ist der aktive Spieler links vom Dealer an der Reihe. Dann müssen sich alle Spieler für eine Option entscheiden, wie in der vorangegangenen Runde.
 
SPIELENDE UND GEWINN (SHOWDOWN)

Artikel 9
Nach der vierten Runde und nachdem alle Karten ausgeteilt wurden, werden alle Karten aufgedeckt und der Sieger verkündet. Falls auf “River” ein Einsatz geleistet wurde, muss der Spieler, der den letzten Einsatz gebracht oder erhöht hat, als Erster seine Karten zeigen. Falls keine Einsätze geleistet wurden, muss der Spieler links vom Dealer als Erster seine Karten zeigen.
Die beste Hand (Gewinnerblatt) ist die Hand mit der besten Kombination aus maximal fünf Karten.
Beim Texas Hold'em Poker kann jeder Spieler seine eigenen zwei Karten mit fünf Gemeinschaftskarten kombinieren.
Beim Omaha Poker muss jeder Spieler zwei seiner eigenen vier Karten mit drei der fünf Gemeinschaftskarten kombinieren. (z. B.: Wenn ein Spieler unter seinen zwei von vier ausgewählten Karten ein Pik-Spielkarte hat und von den auf dem Tisch liegenden Gemeinschaftskarten vier Pik-Karten sind, hat er trotzdem nicht fünf Karten einer Farbe (Flush), denn für einen Flush müssen zwei Pik-Karten aus den eigenen vier Karten stammen bzw. die zwei Karten, die aus den eigenen vier Karten ausgewählt wurden, müssen beide Pik-Karten sein).
Beim Omaha Hi-Lo Poker muss jeder Spieler zwei seiner eigenen vier Karten mit drei der fünf Gemeinschaftskarten kombinieren. Gewonnen haben die Spieler mit der stärksten und der schwächsten Hand. Sie teilen den Pot. Die schwächste Hand kann nur gewinnen, wenn der Wert aller kombinierten Karten acht oder weniger beträgt. Nicht in jedem Spiel kommen eine stärkste und eine schwächste Hand zustande. In diesem Fall steht der schwächsten oder der stärksten Hand der ganze Pot zu. Es kann auch vorkommen, dass ein Spieler sowohl die stärkste, als auch die schwächste Hand hat. Beispiel: Ein Spieler mit den Karten A2456, alle Kreuz, hat ein Kreuz Flush und gleichzeitig mit denselben Karten auch die schwächste Hand. Die Spieler können auch andere Karten aus der eigenen Hand nutzen, um gleichzeitig die schwächste und stärkste Kombination aufzustellen. Falls ein Spieler sowohl die stärkste, als auch die schwächste Hand hat, steht im der ganze Pot zu.
Asse sind die höchsten Karten, außer in der Skala A-2-3-4-5. Hier repräsentiert das Ass nur eine Eins.
Wenn zwei oder mehrere Spieler dieselbe Hand haben (die gleichzeitig auch die stärkste am Tisch ist) teilen Sie den Gewinn.
Wenn zwei oder mehrere Spieler eine Hand derselben Rangordnung haben, gewinnt die Hand mit der höheren Karte.
Die stärkste Hand erhält den Pot (Chips aller Spieler, die am Spiel teilgenommen haben, abzüglich des Provisionsbetrags). Die möglichen Kartenkombinationen sind in Art. 10 dieser Regeln aufgestellt.
 
MÖGLICHE KOMBINATIONEN IM SPIEL

Artikel 10
In der folgenden Tabelle sind alle Kombinationsmöglichkeiten angegeben, sortiert vom stärksten Blatt zum schwächsten.
Tabelle der möglichen Kombinationen:

 

Kombination

Bezeichnung

Beschreibung

1.

Große Straße einer Farbe

Royal Flush

Ass, K,Q, J, 10 von derselben Farbe

2.

Kleine Straße einer Farbe

Street Flush

Fünf Karten in einer Reihenfolge, alle Karten von derselben Farbe

3.

Poker

Four of a Kind

Vier Karten desselben Werts

4.

Full

Full House

Drilling + Paar

5.

Farbe

Flush

Fünf Karten einer Farbe

6.

Skala

Street

Fünf Karten in einer Reihenfolge

7.

Drilling

Three of a Kind

Drei Karten desselben Werts

8.

Zwei Paare

Two Pairs

2 x 2 Karten desselben Werts

9.

Ein Paar

One Pair

Zwei Karten desselben Werts

10.

Höchste Karte

High Card

Die höchste Karte in der Kartenkombination


 
 
Artikel 11
Der Gewinn, den der Spieler beim Online-Poker erzielt, wird gleich nach dem Spiel seinem HL-Konto gutgeschrieben.
 
NÄCHSTES SPIEL (NEUE SPIELRUNDE) - FORTSETZUNG

Artikel 12
Nachdem der Gewinner den Pot erhalten hat, folgt ein neues Spiel.
Vor der nächsten Kartenausgabe verschiebt sich der Dealer Button um eine Position, beziehungsweise der Spieler, der in der letzten Runde auf der Position des Small Blinds saß, ist nun der Dealer.
Dementsprechend verschieben sich die Positionen des Small und Big Blinds. 
  
III.   NUTZUNGSBEDINGUNGEN
 
MANIPULATION DES SPIELS UND RÜCKERSTATTUNG

Artikel 13
Dieser Artikel regelt die Sanktionen und die Rückerstattung von Mitteln, die für die folgenden 3 Fälle der Spielmanipulationen durch den Spieler  verhängt werden:
-  vereinbartes Schieben,
-  vereinbartes Umschichten der Chips auf einen anderen Spieler, und
-  gemeinsames Spiel.
Spieler, die an einer unerlaubten Spielmanipulation beteiligt sind, kann der Veranstalter nach eigenem Ermessen mit einer oder mehreren der folgenden Sanktionen bestrafen:
a)      Mahnung,
b)      Aberkennung von Turnierpreisen,
c)      Einfrieren und/oder Einzug der Mittel, die sich auf dem virtuellen Konto (HL-Konto) befinden,
d)     Löschen des virtuellen Kontos (HL-Kontos),
e)     der Veranstalter hat das Recht, die Nutzung des HL-Kontos des Spielers vorübergehend einzuschränken oder zu untersagen.
Die Online-Pokerspiele werden vom Veranstalter überwacht. Sollten in Verdachtsfällen gegen einen Spieler gewisse Schritte eingeleitet werden, wird der Veranstalter die anderen Spieler darüber in Kenntnis setzen.
 
Vereinbartes Schieben: Es ist untersagt, dass zwei oder mehrere Spieler in Absprache checken und warten, dass der Spieler, der alle Chips gesetzt hat, nicht mehr handeln bzw. keine spielbare Hand mehr hat. In der genannten Situation ist es nicht erlaubt, in Absprache mit einem anderen Spieler zu checken oder auszuscheiden, mit dem Ziel, dass die anderen Spieler auf diese Art und Weise die Möglichkeit erhöhen, dass der Spieler, der alles gesetzt hat (All-In-Spieler), letztendlich ausscheiden muss.
Vereinbartes Umschichten der Chips auf einen anderen Spieler: Es ist verboten, bewusst sinnlos Chips zu setzen, um das Preisgeld zu erhöhen und das Ergebnis mit dem anderen Spieler zu teilen.
Gemeinsames Spiel: Von gemeinsamem Spiel spricht man, wenn ein oder mehrere Spieler über zwei oder mehrere virtuelle Konten (HL Konten) an Turnieren (normalen oder Sit&Go-Turnieren) oder gleichzeitig auch an den restlichen Tischen teilnehmen und Informationen über alle Hände und Spieler austauschen. Als Austausch solcher Informationen gilt auch, wenn an ein und demselben Computer über mehrere Konten gespielt wird, der Service für die Versendung von Mitteilungen über solche Informationen oder in irgendeiner anderen Weise Online oder Offline darüber kommuniziert wird.
 
UNTERBRECHUNG DER VERBINDUNG ZUM SERVER WÄHREND DES CASH GAMES

Artikel 14
Sollte es im Laufe des Spiels zu Unterbrechungen oder Fehlern der Verbindung zum Server kommen, kann jeder Spieler, der Chips in den Pot gesetzt hat, den Kundenservice des Veranstalters kontaktieren, der die Situation überprüfen wird.
Ist der Verbindungsfehler oder die Unterbrechung der Verbindung durch das Verschulden des Veranstalters entstanden, wird der Betrag, den der Spieler in dieser Wettrunde gesetzt hat, auf sein HL Konto zurück überwiesen.
Sollte festgestellt werden, dass der Veranstalter nicht verantwortlich ist für den Verbindungsfehler oder die Unterbrechung der Verbindung, werden die gesetzten Mittel nicht rückerstattet.
 
UNTERBRECHUNG DER VERBINDUNG ZUM SERVER WÄHREND TURNIERSPIELEN

Artikel 15
Sollte es im Laufe von Turnierspielen zu einer Unterbrechung der Verbindung zum Server kommen, gelten folgende Regeln:
Falls sich der Spieler in einer Wettrunde befand, in der er Geld gesetzt hat;
●    hat der Spieler schon vor der Unterbrechung der Verbindung alle Chips gesetzt, wird die Wettrunde zu Ende gespielt - er wird einen Chip gewinnen, wenn er eine Gewinnerhand hatte,
●      wenn der Spieler nicht weiter spielen kann und noch nicht alle Chips gesetzt hat, wird er automatisch ausscheiden,
●      wenn ein anderer Spieler vor ihm den Einsatz erhöht hat, wird er automatisch ausscheiden.
Spielern, die während des ganzen Turniers keine Verbindung herstellten konnten, werden die Chips abgezogen, wenn sie an der Reihe sind, und zwar im Wert des Small und Big Blind, bis sie aus dem Turnier ausscheiden (oder bis sie es schaffen, eine Verbindung herzustellen und ins Turnier zurück zu kehren).
Ist der Verbindungsfehler oder die Unterbrechung der Verbindung durch das Verschulden des Veranstalters entstanden und kann der Veranstalter das gegenständliche Turnier nicht fortsetzen, wird das für dieses Turnier eingezahlte Geld auf das HL-Konto des Spielers zurück überwiesen.
 
AUTOMATISCHE SPIELER (BOTS)

Artikel 16
In Online-Pokerspielen ist die Nutzung künstlicher Intelligenz, einschließlich, jedoch nicht begrenzt auf ‘’Roboter’’, untersagt.
Poker Apps dürfen nur persönlich über die Benutzerschnittstelle, die vom Veranstalter genehmigt wurde, genutzt werden.
 
UNERLAUBTE INHALTE

Artikel 17
Es ist verboten, dass Spieler über Chats oder bei der Auswahl ihres Avatar-Bilds Begriffe nutzen, die gesetzwidrig, unhöflich, rassistisch, bedrohend oder beleidigend sind.
Sollten solche Inhalte entdeckt werden, werden sie unverzüglich gelöscht. Jeder Spieler, der solche Inhalte ins Netz stellt, erhält eine Warnung, das Avatar-Bild wird gelöscht und Chats werden verboten. Bei schwerwiegenderen Verstößen gegen diese Regel kann der Veranstalter entscheiden, das virtuelle Konto (HL-Konto) des Spielers zu löschen.
 
ÜBERWACHUNG UND SANKTIONEN

Artikel 18
Der Veranstalter nutzt fortgeschrittene Überwachungsmethoden, damit jedes unerlaubte Verhalten und die Nutzung unerlaubter Programme aufgedeckt und verhindert werden können.
Der Veranstalter verfolgt selbständig alle Handlungen in der Poker App, um die Sicherheit und die Integrität des Spiels zu gewährleisten.
Dem Veranstalter bleibt das Recht vorbehalten, HL-Konten zu löschen, Preise und Geld auf dem virtuellen Konto (HL-Konto) einzuziehen, wenn er eine unerlaubte Handlung oder die Nutzung von unerlaubten Programmen feststellt.
 
Artikel 19
Der Spieler stimmt zu, dass die Angaben zu jedem Spiel und die Geschichte seiner Karten auf dem Server des Veranstalters gespeichert werden.
Im Falle von Abweichungen zwischen den Karten, die am Computer angezeigt werden, und den gespeicherten Daten, werden für Beschlüsse ausschließlich die gespeicherten Daten herangezogen.
Artikel 20
Dem Veranstalter bleibt das Recht vorbehalten, in Übereinstimmung mit den restlichen Maßnahmen, bestimmten Spielern das Recht der Teilnahme an Turnieren oder Cash Games einzuschränken. Das Genannte umfasst auch Situationen, in denen zwei oder mehreren Spielern die Teilnahme am selben Turnier oder am Cash Game am selben Tisch verweigert wird. 
  
IV.   SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Artikel 21
Der Veranstalter haftet für keine Verluste oder Schäden, die für den Spieler als Folge eines Systemschadens, einer Kommunikationsstörung oder eines Schadens an der Einrichtung entstanden sind, wenn dies nicht durch den Veranstalter verschuldet wurde (höhere Gewalt).
Sollten aufgrund eines technischen Fehlers Gewinne erzielt werden, bleibt dem Veranstalter das Recht vorbehalten, diese nicht auszubezahlen, wobei der eingesetzte Betrag an den Spieler rückerstattet wird.
 
Artikel 22
Der Veranstalter ist verpflichtet, Bestätigungsprotokolle (von Einzahlungstransaktionen) im Einklang mit gesetzlichen Vorschriften aufzubewahren.
Sollte ein Gerichtsverfahren eingeleitet werden wegen Rechten aus der Teilnahme am Online-Poker, ist der Veranstalter verpflichtet, die Bestätigungsprotokolle bis zu einer rechtskräftigen Gerichtsentscheidung aufzubewahren.
 
Artikel 23
Im Falle von Streitigkeiten aus der Teilnahme am Online- Poker gilt das Gemeindegericht Zagreb als das sachlich und örtlich zuständige Gericht.
 
Artikel 24
Diese Regeln treten am Tag der Veröffentlichung auf der Webseite des Veranstalters in Kraft, nachdem dieser vom Finanzministerium einen Genehmigungsbescheid erhalten hat.

Hrvatska Lutrija d.o.o. 
Geschäftsführer
Mario Musa, MBA

Diese Regeln wurden vom Finanzministerium der Republik Kroatien genehmigt, Bescheid Nummer: UP/I-461-01/17-01/83,
Prot.Nr.: 513-07-21-01/17-3 vom 4. September 2017